Evangelische Kirchengemeinde Hetzelsdorf
Evangelische Kirchengemeinde Hetzelsdorf

Willkommen

Wir feiern wieder Gottesdienst in der Matthäuskirche,

Pfingstmontag, 1. Juni um 10:00 Uhr

Hygieneregeln: Maskenpflicht, 2 m Abstand, wenig Gesang, kürzer ...
 

 

Schüttet euer Herz vor IHM aus, Gott ist unsere Zuversicht“ (Psalm 62, 9) 

Unter diesem Motto biete ich eine digitale Gesprächsrunde an, in dem wir uns über unsere Corona – Zeit mit den Belastungen, Freuden und Sorgen austauschen können. 

Das erste Mal am 

 

Dienstag, 9. Juni, 20:00 – 21:30 Uhr unter folgendem Link können Sie teilnehmen: 

https://meet.jit.si/SchütteteuerHerzvorihmausWannbachundHetzelsdorf

 

Die Teilnahme ist technisch ganz einfach, am Rechner müssen Sie nur den Link in den Browser, bevorzugt „Chrome“, eingeben, fürs Smartphone müssen Sie sich vorher die jitsi-App kostenlos herunterladen. 

Ich bin gespannt auf unseren ersten „online – Gesprächskreis“, schau‘n Sie doch mal rein! 

 

Matthias Haag, Pfarrer  

 

Die Matthäuskirche steht weiter tagsüber für das persönliche Gebet offen.

 

WORT ZUM WOCHENDE „PFINGSTEN 2020“

von Matthias Haag, Pfarrer in Wannbach und Hetzelsdorf

 

AM DORFBRUNNEN 

Hallo in den Kirchengemeinden Wannbach und Hetzelsdorf und darüber hinaus.!

Sie wissen schon, Pfingsten eines der höchsten christlichen Feste, mit zwei Feiertagen ausgestattet. Ich sitze hier auf dem Dorfplatz, hier haben wir schon viele fröhliche Gottesdienste gefeiert: 

Ich singe an: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe und das Cohen – Halleluja  

Und später haben wir dann weiter gefeiert, auf den Bierbänken und auch mit fröhlichem Gesang 

Wo is den des Gerchla, ‚s Gerchla is fei net daham.. und Heja heja heja ho, heja heja heja ho

Eine Stimme aus dem off fragt: „Herr Haag, soll ich das wirklich aufnehmen, was ist denn heute mit Ihnen los? Sind Sie schon ein wenig …?“ Und ich: Nichts ist mit mir los, ich bin von der Pfingstgeschichte inspiriert, da ist der Heilige Geist in die Menschen gefahren, zu den Menschen gekommen, aber das erzähle ich in der Kirche. 

 

Ich gehe in die Kirche, dazu das Lied: 

Herr der Ewigkeit, komm in meine Zeit, sende mir den Wind des Lebens.

Alles um mich her verändert sich so sehr, Herr, ich brauch den Wind des Lebens.

 

In der Kirche, im Altarraum 

Also, Pfingsten, das erste Pfingsten, damals in Israel ein Fest, zu dem die Juden aus dem ganzen Land und aus den umliegenden Ländern nach Jerusalem gepilgert sind, um dort zu Feiern. Deswegen war die Stadt voll, und eine internationale Menschenmenge drängte sich durch die Straßen und über die Plätze hin zum Tempel. Das ging schon früh am Morgen los. Und die Jesus – Anhänger, die langsam zu Christen wurden, die haben sich erst noch in ihren sicheren Verstecken aufgehalten, bis der Heilige Geist in sie gefahren ist, über sie gekommen ist.

Mit einem Mal war alle Angst weg und sie haben sich auch nach draußen getraut und haben gesungen und laut gepredigt: Jesus ist der Herr, Gottes Kraft war in ihm, er lebt, und Gottes Kraft, Gottes Geist ist für alle Menschen da – auch für dich und für dich und für dich und für dich. 

Und das Komische, das Wunderbare damals: Es haben alle verstanden, was sie gesprochen haben, also, auch die, die kein Hebräisch und kein Aramäisch gekonnt haben. Die einen haben sich total gewundert. Und die anderen haben gesagt: Die sind doch alle schon betrunken, eine Schande, schon früh um 9:00 Uhr betrunken … 

Das ist dem Petrus an die Ehre gegangen und er musste unbedingt etwas sagen, der musste unbedingt erklären, dass sie nicht betrunken sind, sondern dass an diesem Tag ein großes Versprechen Gottes aus der Prophetie in Erfüllung gegangen ist. 

 

Der Wind des Lebens weht, in jedem Land der Welt, doch mitten unter uns 

geschieht, was wirklich zählt, drum öffne ihm dein Herz und lass den Wind hinein! 

 

Das ist das Versprechen Gottes, Petrus macht die Leute darauf aufmerksam, so stehts in Apostelgeschichte 2

 

Diese Männer sind nicht betrunken, wie einige von euch meinen. Es ist ja erst 9 Uhr morgens.

Nein, hier erfüllt sich, was Gott durch den Propheten Joel vorausgesagt hat:

In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen.

Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden,

eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume.

 

Also, nichts ist es mit einem Rausch am frühen Vormittag, aber - Gottes Geist inspiriert zum Leben 

 

An jedem neuen Tag, was auch kommen mag, Herr, ich bin bei dir geborgen, 

du berührst mein Herz, heilst den tiefsten Schmerz, umwehst mich mit dem Wind des Lebens.

 

Ich sitze verträumt in einer Kirchenbank 

Ich sitze jetzt schon eine Weile hier in der Kirche, und denke an die Visionen der jungen Leute und die bedeutungsvollen Träume der alten Männer, da gehöre ich jetzt schon langsam dazu, 

und – wirklich, wenn ich meinen Träumen nachgehe, dann träume ich von einer anderen Welt,

• einer Welt, in der es nicht so hektisch zugeht, 
• einer Welt, wo alle das haben, was sie zum Leben brauchen und was das Leben schön macht, 

aber nicht allen möglichen Schnickschnack, den eigentlich niemand braucht. 

• Ich träume von einer Welt, in der man nicht alle zwei Monate irgendwohin fliegen muss, 

sondern ruhig und zufrieden auch zu Hause sein kann und im Garten, 

• Ich träume von einer Welt, in der überall Frieden ist, wie wir ihn schon 75 Jahre in Deutschland haben, 
• ich träume von einer Welt, in der wir nicht nur auf unser Wohlergehen und unseren Wohlstand schauen, 

sondern auch auf die, mit denen wir Handel treiben. 

Und wenn ich so träume, dann wecken mich die anderen Stimmen wieder auf, die sagen: 

wir müssen so schnell wie möglich die Wirtschaft ankurbeln, wir müssen nach Corona noch schneller und noch effektiver werden, um das Loch wieder zu stopfen. Die wecken mich auf. 

Und – ich bin nicht nur ein Träumer, sondern auch ein Denker, und ich merke: Um irgendetwas von diesen bedeutungsvollen Träumen umzusetzen, da müssen auch andere Leute, also die etwas von Wirtschaft und so verstehen, nachdenken, inspiriert von den Träumen und von Gottes Geistdass wir die Wirtschaft gestalten, Versorgungswirtschaft die für die Menschen das ist und nicht für sich selbst und für das Wachstum und die Bilanzen. Um sowas zu durchdenken, da bin ich zu blöd. 

Aber – Gottes Geist inspiriert zum Leben, und er kann auch die Wirtschaftler dazu inspirieren. 

In zwei Wochen kommt ein Freund von uns zu Besuch, der hat „International Business“ studiert, den werdeich fragen und ich freu mich auf die Gespräche und die Diskussionen mit ihm. 

 

Schöpfer, deine Gegenwart erfüllt mein Herz mit Liebe 

und dein Geist er weht in meine Welt hinein, ich bin nicht allein 

 

Ich bin wieder im Altarraum 

Ja, was ich so gesagt, geträumt habe, das können Sie oder andere auch mit einem leichten, „naiven“ Rausch vergleichen. Aber ich glaube schon, dass Gottes Geist zu uns in die Welt kommen will, dass alle leben können, und das liegt schon ganz schön quer zu dem, was so normal ist in unserer Zeit. 

 

Ich wünsch Ihnen und Euch frohe Pfingsten, lassen Sie sich begeistern! Ade! 

 

Vater, dein Reich komme und dein Wille soll geschehen, 

wie im Himmel so auch hier auf dieser Welt, wie es dir gefällt.  

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