Evangelische Kirchengemeinde Hetzelsdorf
Evangelische Kirchengemeinde Hetzelsdorf

Willkommen

Wegen Corona finden bis auf Weiteres keine Gottesdienste statt.

Die Matthäuskirche steht tagsüber für persönliches Gebet offen.


WORT ZUM WOCHENENDE 5. APRIL 2020


Hallo in den Kirchengemeinden Hetzelsdorf und Wannbach und darüber hinaus.
Heute habe ich mich extra schick gemacht, für ein Fest, so wäre ich am Sonntag in den Festgottesdienst zur Konfirmation gegangen und hinterher zum Mittagessen, es war ja alles vorbereitet, hier auch, die Tafel festlich gedeckt, und jetzt kann die Konfirmation nicht stattfinden, wie so vieles anderes auch. Ihr Konfirmandinnen und Konfirmanden leidet darunter und Ihr spürts jetzt ganz deutlich. Alles abgeblasen. Shut-down. Also, Tisch abdecken. Das mache ich jetzt.
Und Ihr Konfirmanden seid nicht die einzigen, die jetzt leiden. Da sind die, die richtig verzweifelt sind, weil sie ihre Kinder und Enkel nicht sehen können und die, bei denen es jetzt auch mit dem Geld und mit dem Geschäft richtig knapp wird. Ein Fest, das nicht stattfinden kann, ich erinnere mich, davon steht da auch was in der Bibel.
Da waren die Einladungen rausgegangen und eingekauft war und dann stand das Fest auf der Kippe, weil alle Gäste abgesagt haben, sie hatten alle etwas Wichtigeres zu tun.
Fast so wichtig wie das Kontaktverbot in der Corona – Zeit.
Aber – so erzählt es Jesus – der, der zum Fest eingeladen hatte, - ein Bild für unseren Gott – der wollte unbedingt, dass das Fest stattfindet, und er hat Mittel und Wege gefunden, er hat einfach „andere, neue Gäste“ eingeladen. Einen Satz lese ich vor:
aus Lukas 14:
„Wer auch immer Dir über den Weg läuft, den bring her! Alle sind eingeladen.
Mein Haus soll voll werden!
Das Fest soll stattfinden!“
Also, da war ich mit meinem Abräumen jetzt wohl zu voreilig, da deck ich die Teller eben wieder auf! Und wenn ich hier wieder aufdecke, dann nicht für die Feier der Konfirmation, die ist wirklich verschoben, aber für die Einladung Gottes zu einem „festlichen Leben“
mit ihm, der uns das Leben gegeben hat,
mit ihm, der uns liebt,
mit ihm, der uns Kraft geben will,
mit ihm, der uns BESTÄRKEN will, KONFIRMIEREN“
Die Kirche ist jeden Tag offen, Menschen kommen, beten, und zünden eine Kerze an.
Die Kerzen und die Gebete sind ein Licht in der Dunkelheit. Wofür die Leute gebetet haben?
Für die Kinder, für die Enkel, für die Menschen in den Krankenhäusern, für das ganze Elend und die Not der Welt? Ich weiß es nicht, aber Gott weiß es. Auch in der Kirche hatten wir alles vorbereitet für das Fest, das jetzt nicht am 5. April und nicht am 19. April stattfindet. Vor dem Altar steht die Kniebank für die Konfirmation, hier hätten die Jugendlichen gekniet und wir hätten gefeiert, dass Gott ja sagt zu den Jugendlichen
und dass die Jugendlichen JA sagen zu Gott.
Und auch wenn wir es jetzt nicht zelebrieren, ... Die Einladung Gottes gilt, und die Konfirmanden und alle, die das jetzt hier sehen oder lesen,
die können die Einladung Gottes annehmen: Etwa mit folgenden Worten:
„Ich will die Einladung Gottes annehmen und mit Gott leben.
Ich habe viele Zweifel und Sorgen
und weiß nicht, ob ich richtig glauben kann, aber ich will mich an Gott halten,
ich will mit meinem Glauben wachsen und ein fröhlicher Christ bleiben
in seiner Gemeinde.
Dazu helfe mir Gott. Amen“
Und für alle, die das jetzt gesehen oder gelesen haben und innerlich zustimmen können,
auch für Sie, Oma und Opa der Konfirmanden, auch für Sie, die Sie Ihre Enkel jetzt schon zwei Wochen nur am Bildschirm gesehen oder am Telefon gehört haben,
auch für Sie, die Sie jetzt krank und schwach sind Die Einladung und der Segen Gottes gilt,
auch heute:


Der Herr segne dich und behüte dich,
er gebe dir Schutz und Schirm vor allem Argen, Hilfe und Kraft zu allem Guten, dass du mit ihm leben kannst heute und morgen und immer und in Ewigkeit.

Eine gute Woche!   Ihr Matthias Haag, Pfarrer

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